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Soft Robotics Programm wird zum neuen Schwerpunktprogramm der DFG

Das Programm ‚Soft Material Robotic Systems’ der Leibniz Universität Hannover ist künftig eines der neuen Schwerpunktprogramme (SPP) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dies gab der DFG Anfang April bekannt.

Im Rahmen des Programmes Soft Material Robotic Systems forscht das Produktionstechnische Zentrum (PZH) und das Mechatronik-Zentrum der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Annika Raatz an bislang wenig beachteten Eigenschaften wie Nachgiebigkeit und Anpassungsfähigkeit in der Robotik, wie sie meist im Tierreich zu finden sind. So werden zum Beispiel weiche und elastische statt steife Materialien für den Bau von Robotern genutzt. Die neuartigen Roboter lassen sich überall dort einsetzen, wo Menschen eng mit ihnen interagieren, in der Medizintechnik, der industriellen Montage und, in mittlerer Zukunft, sogar im Alltag.

Der Vielseitige Einsatz der Roboter deutet unter anderem auf die unabdingbare Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen im Forschungsgebiet der Soft Robotics. „Forscher aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik, den Material- und Naturwissenschaften bis hin zur Biomechanik arbeiten eng vernetzt zusammen“, erklärt Prof. Raatz vom Institut für Montagetechnik am PZH.

Das Programm ist eines von 17 neu eingerichteten SPP, die aus insgesamt 66 eingereichten Initiativen bei der DFG ausgewählt wurden. In den SPP sollen wissenschaftliche Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete untersucht werden. Die neuen Initiativen nehmen 2018 ihre Arbeit auf und werden mit insgesamt rund 100 Millionen Euro für zunächst drei Jahre gefördert. In der Regel beträgt die Laufzeit der Schwerpunktprogramme sechs Jahre.

Die Aufnahme in das Schwerpunktprogramm ist für Prof. Annika Raatz ein großer Erfolg, welcher intensive Forschungsmöglichkeiten durch die neue Unterstützung bietet. In den kommenden Monaten wird das Forschungsteam der Leibniz Universität detaillierte Förderanträge bei der DFG einreichen, die dort in einem strengen Begutachtungsverfahren auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft werden.

Die vergleichsweise junge Disziplin der Soft Robotics gilt weltweit als zukunftsträchtiges Forschungsgebiet. Aus den entwickelten Technologien entstehen bereits erste Produkte. Die Robotik ist einer der ausgewiesenen Forschungsschwerpunkte der Leibniz Universität Hannover.

Quelle: LUH