Im Bereich der dentalen Versorgungslösungen spielen Implantatsysteme für den Ersatz von einzelnen oder mehreren Zähnen eine wesentliche Rolle. Zur Untersuchung der biomechanischen Eigenschaften der Implantatsysteme und des umgebenden Knochens kommen häufig FE-Simulationen zum Einsatz.
Marktgängig sind derzeit hauptsächlich Titanimplantate, die in der Regel subtraktiv (als Vollmaterial) gefertigt werden. Im Zuge der additiven Fertigung ergeben sich neue Möglichkeiten hinsichtlich des inneren Aufbaus, die derzeit innerhalb einer DFG-Forschungsgruppe (FOR 5250) untersucht werden.
Ihre Aufgaben:
Im Rahmen der Arbeit sollen verschiedene Modellierungsstrategien im Hinblick auf Machbarkeit, Genauigkeit und Effizienz untersucht werden, wobei ANSYS für die FEA zum Einsatz kommen soll. Hierbei sollen zunächst ein Zylinder und ein (Quasi-)2D-Gitter isoliert betrachtet werden.
Im Anschluss sollen Dentalimplantate mit Gitterstruktur in einem Knochenblock simuliert und die Systemantwort mit bisherigen Untersuchungen zum Vollmaterial verglichen werden. Hierbei ist sowohl die Respons der Implantate als auch des periimplantären Knochens von Interesse. Eine Erweiterung der Arbeit auf komplexere Systeme ist möglich, falls die Zeitressourcen dies zulassen.
Anforderungen:
- Hohes Interesse an biomechanischen Themen
- Eigenmotivation
- Bereitschaft, sich in ANSYS und die verwendeten CAD-Werkzeuge (Rhino/Grasshopper) einzuarbeiten
- Skriptingkenntnisse, idealerweise in MATLAB, oder die Bereitschaft, sich einzuarbeiten
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Ihre Vorteile:
- Gute wissenschaftliche Betreuung
- Einblicke in einen interdisziplinären Forschungsbereich
- Mitarbeit in einem jungen, dynamischen und kollegialen Team
Start der Arbeit: Nach Vereinbarung
Wer wir sind:
Das Biomaterialforschungslabor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde an der MHH ist in mehrere Forschungsverbünde wie etwa die FOR 5250 (for5250.mb.tu-dortmund.de) oder den SFB SIIRI (siiri-sfb.de) integriert. Im numerischen Bereich liegt unser Fokus derzeit auf automatisierter CAD-Modellierung und anschließender FE-Simulation.
Mit der Nutzung von Grasshopper und ANSYS haben wir umfangreiche Erfahrungen und auch Doktoranden vor Ort, die bei der ein oder anderen Frage weiterhelfen können. Neben der Numerik beschäftigen wir uns experimentell mit Themen im dentalen Bereich, zum Beispiel mit Oberflächenmodifikationen und -charakterisierung, Bruchuntersuchungen an dentalen Kronen oder auch Kausimulationen.
Kontakt:
Andreas Greuling, PD Dr. rer. nat.
Medizinische Hochschule Hannover - Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde
Tel: 0511/5324770
E-Mail: Greuling.Andreas@mh-hannover.de
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten PDF.