Leibniz Universität Hannover zur zentralen Website
Konstruktion und Entwicklung
Energie- und Verfahrenstechnik
Produktionstechnik und Logistik

Studieninhalte

Einleitungsbild Einleitungsbild Einleitungsbild © Max Kesberger

Die Studieninhalte des Bachelorstudiengangs Medizintechnik bereiten Sie umfassend auf die Entwicklung, Anwendung und Bewertung technischer Systeme, von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Umsetzung im medizinischen Umfeld vor. Sie profitieren dabei von einem interdisziplinären Lehrangebot aus verschiedenen Fakultäten und Forschungseinrichtungen, darunter der Fakultät für Maschinenbau, der Medizinischen Hochschule Hannover, den Fakultäten für Elektrotechnik und Informatik sowie für Naturwissenschaften, dem NIFE und dem Forschungscluster CELLS.

Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen

In den ersten Semestern erwerben Sie fundierte Kenntnisse in Technischer Mechanik, Mathematik und Elektrotechnik. Darauf aufbauend vertiefen Sie Ihre Kompetenzen in Werkstoffkunde, Thermodynamik, Konstruktionslehre sowie Mess- und Regelungstechnik.

Sie lernen zudem, technische Konzepte auf medizinische Fragestellungen zu übertragen, beispielsweise in den Modulen Sensoren in der Medizintechnik, biokompatible Werkstoffe oder Stoff- und Wärmeübertragung. Im Modul Daten, Modelle und Algorithmen erwerben Sie Programmierkenntnisse in MATLAB und Python, um Simulationen und Datenanalysen durchführen zu können.

Medizinische Grundlagen

Parallel zu Ihrem technischen Studium vermittelt Ihnen die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) zentrale medizinische Inhalte. Anatomie, Physiologie sowie Krankheitslehre für Medizintechnik und Medizintechnische Anwendung in der Klinik bilden dabei das medizinisch-biologische Fundament Ihres Studiums.

Das Modul Einführung in die Medizinprodukte bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über bildgebende, therapierende und implantierbare Systeme. Im Modul Ethik, Medizinrecht und Datenschutz befassen Sie sich mit Fragen der Verantwortung sowie mit den rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen in der Medizintechnik.

Schwerpunkte und Spezialisierungen

Ab dem fünften Semester gestalten Sie Ihr Studium individuell nach Ihren Interessen. Zur Auswahl stehen vier Schwerpunkte:

  1. Biomechanik, Biorobotik und Prothetik
  2. Medizinische Bildgebung und Künstliche Intelligenz (KI)
  3. Medizinische Gerätetechnik und Produktentwicklung
  4. Medizinische Verfahrenstechnik (Biofabrication & Tissue Engineering)
Bild Bild Bild © Max Kesberger
Bild Bild Bild © Max Kesberger
Bild Bild Bild © Jo McNamara auf Pexels

Wissenschaftliches Arbeiten und Bachelorarbeit

Im Modul Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten erwerben Sie grundlegende methodische Kenntnisse, die Sie gezielt auf Ihre Bachelorarbeit vorbereiten. Diese verfassen Sie in der Regel im sechsten Semester. Dabei bearbeiten Sie eigenständig eine aktuelle Fragestellung aus der Medizintechnik und wenden die im Studium erworbenen fachlichen und methodischen Kompetenzen praxisnah an.

Entwicklung und Perspektiven

Der Studiengang Medizintechnik bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Ein Auslandsaufenthalt im fünften Semester eröffnet Ihnen die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln und den Blick über nationale Grenzen hinaus zu erweitern. Dabei unterstützt Sie die Internationalisierungsbeauftragte der Fakultät.

Über das Studium Generale können Sie zusätzlich fachfremde Lehrveranstaltungen der Leibniz Universität Hannover besuchen und Ihr Wissen über das eigene Fachgebiet hinaus vertiefen.

Mit einem erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums stehen Ihnen viele Wege offen: vom direkten Einstieg in die Medizintechnik bis hin zu einer weiterführenden akademischen Qualifikation. In einem anschließenden Masterstudium können Sie Ihr Wissen vertiefen und Ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten ausbauen. Je nach Schwerpunkt Ihres Bachelorstudiums ist der Zugang zu einem Masterprogramm direkt oder unter bestimmten fachlichen Auflagen möglich. Ein Masterstudium eröffnet Ihnen exzellente Perspektiven, sowohl für eine Karriere in Forschung, Entwicklung und Industrie als auch für eine weiterführende wissenschaftliche Laufbahn.