Leibniz Universität Hannover zur zentralen Website
Konstruktion und Entwicklung
Energie- und Verfahrenstechnik
Produktionstechnik und Logistik
 
StudiumStudienangebot der Fakultät
Optische Technologien: Laser und Photonik B. Sc.

Optische Technologien: Laser und Photonik, B. Sc.

© PhoenixD/Sonja Smalian

Licht ist so faszinierend wie rätselhaft und zugleich wichtige Lebensgrundlage für viele Tiere und Pflanzen. Ohne Licht gäbe es keine Fotosynthese, es hat Einfluss auf deine Stimmung und ist für die körpereigene Produktion von Vitamin D unerlässlich. Aber Licht kann noch mehr, es ist pure Energie, mit der man Lesen, Schneiden und Daten blitzschnell übertragen kann. In der Produktion oder Medizin sind die Applikationen von Licht potenziell endlos, allerdings bedarf es dafür kluge und kreative Köpfe, die die entsprechenden Technologien entwickeln, um Licht in der genannten Weise nutzbar zu machen.

ALLGEMEINES ZUM STUDIENGANG

Der Bachelorstudiengang „Optische Technologien: Laser und Photonik“ stellt in seiner Form ein Alleinstellungsangebot an einer deutschen Universität dar. Es gibt nur wenige Hochschulen, die einen Bachelor im Bereich Optik und Photonik anbieten. Wenn du ein Studiengang ergreifen willst, der abseits starrer Disziplingrenzen verschiedene wissenschaftliche Zweige miteinander verbindet, dann studiere Optische Technologien und rüste dich vielseitig für eine berufliche Tätigkeit in einer der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.

Stell dich auf ein spannendes Studium ein, das dir eine Kombination aus physikalischen, mathematischen und chemischen Grundlagen mit ingenieurtypischen Problemlösungskompetenzen vermittelt. Nach deinem Abschluss wirst du über ein breites Wissen im Bereich der optischen Technologien verfügen. Optische Technologien werden zur Erzeugung, Formung, Übertragung und Nutzbarmachung von Licht eingesetzt und finden beispielsweise Anwendung in der Messtechnik, der Materialbearbeitung oder der Datenspeicherung.

KURZ UND KNAPP

Art des Studiums:

grundständiger Bachelorstudiengang

Studienbeginn:Wintersemester
Zulassung:zulassungsfrei
Regelstudienzeit:sechs Semester
Sprachkenntnisse:Deutsch: mindestens C1 + Englischkenntnisse!
Voraussetzungen:Vorpraktikum (empfohlen)

Abschluss:

Bachelor of Science (B. Sc.)
© PhoenixD/Sonja Smalian

WAS ERWARTET DICH IM STUDIUM?

  • 1. - 3. Semester

    Der Beginn deines Studiums konzentriert sich maßgeblich auf die Vermittlung von mathematischen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen. Hierbei handelt es sich um grundlegende Kompetenzen in der Physik, der Mathematik, der Technischen Mechanik, der Konstruktionslehre sowie der Elektro- und Informationstechnik. Diese Fächer sind durch umfangreiche Pflichtmodule bis in dein drittes Semester hinein vertreten. Der Bereich der Optik hingegen baut sich mit steigendem Umfang über die Semester stetig auf.

    Gestartet wird mit einem allgemeinen Überblick über die Grundlagen der Optik und der Strahlenoptik. Im zweiten Semester wird die Wellenoptik, gefolgt von Strahlquellen und Laser im dritten Semester behandelt. Mathematische Modelle und Methoden werden hierbei in den ersten beiden Semestern in der Wellen- sowie Strahlenoptik integriert sein. Ab dem dritten Semester werden zudem die Grundlagen der Allgemeinen Chemie als Vorbereitung auf die Arbeit mit Optischen Materialien als Pflichtmodul angeboten.

    Besonderes Merkmal deines Studiums ist zudem das praxisnahe Bachelorprojekt, welches ebenfalls gleich im ersten Semester umgesetzt wird. Beim Bachelorprojekt erarbeitest du in einer Gruppe mit Kommilitoninnen und Kommilitonen eine ingenieurwissenschaftliche Lösung zu einem aktuellen Forschungs- oder Praxisproblem. Mehrere Institute der Fakultät für Maschinenbau stellen Aufgaben zur Verfügung, wie etwa die Ausarbeitung eines Zusatzobjektivs für ein Smartphone, die Konstruktion eines elektrisch angetriebenen Autos oder aus recycelten Kunststoff neue Wertstoffe zu schaffen. Im Bachelorprojekt sammelst du bereits im ersten Semester praktische Erfahrungen, entwickelst zielgerichtet Lösungsansätze und setzt diese direkt um.

    Ganz grundlegend setzt sich dein Studium aus Vorlesungen, Übungen, Seminaren, Laboren, Exkursionen und Tutorien zusammen. Letztgenanntes vermittelt dir Schlüsselkompetenzen wie zum Beispiel das wissenschaftliche Arbeiten oder Techniken zur Kommunikation und Organisation.

  • 4. - 5. Semester

    Die bis zum vierten Semester vermittelten Kompetenzen und das gelehrte Grundlagenwissen aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen werden im vierten und fünften Semester zu mehrheitlich neuen Modulen verwoben und durch zwei Vorlesungen über Quantentechnologien ergänzt. Zudem eröffnet sich für dich ab dem vierten Semester ein Wahlpflichtbereich, bestehend aus zwei Wahlpflichtmodulen. Die Wahlpflichtmodule bilden den Grundstein für eine erste individuelle Spezialisierung.

    Um ingenieurwissenschaftliche Methoden und Strategien bei der Planung, Konstruktion, Auslegung, Fertigung, Inbetriebnahme, Prüfung und Bewertung von technischen Produkten und Prozessketten zu entwerfen und die in den ersten drei Semestern ausgebildeten ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen in ein vertieftes systemisches Denken zu überführen, wird im vierten Semester auch das Pflichtmodul Optikproduktion angelegt und mit dem Blick auf die Optikkonstruktion vertieft. Die Lichttechnik kommt als profilgebendes Modul im Studiengang hinzu und fungiert als Brücke zwischen ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen hin zur Anwendung der Optik in den Tätigkeitsbereichen des Ingenieurwesens.

  • 6. Semester

    Im sechsten Semester kannst du ein zwölfwöchiges Industrie-/Forschungspraktikum absolvieren, musst es aber nicht zwingend. Entscheidest du dich gegen das Fachpraktikum, wird dieses in den sich anschließenden Masterstudiengang gelegt und du musst ersatzweise weitere Wahlpflichtmodule belegen. Die Möglichkeit, das Fachpraktikum in den konsekutiven Masterstudiengang zu legen, hat durchaus einige Vorteile.

    Zum einen lassen sich dadurch Studienzeitverlängerungen in den Fällen verhindern, bei denen es Schwierigkeiten beim Finden eines Praktikumsplatzes gibt. Zum anderen weißt du vielleicht erst nach dem Absolvieren von vertiefenden Modulen im Master, welche Spezialisierung deinen individuellen Interessen am besten entspricht und kannst so besser einen geeigneten Praktikumsplatz auswählen.

    Neben dem Fachpraktikum (oder ersatzweise den Wahlpflichtmodulen) schreibst du im sechsten Semester auch deine Bachelorarbeit, die du hinterher in einem Vortrag präsentierst. Läuft alles wie geplant und die Prüfungen sind erfolgreich, erhältst du im Anschluss den akademischen Grad "Bachelor of Science", der nicht nur einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss darstellt, sondern dich auch zur Aufnahme eines weiterführenden Masterstudiums befähigt.

EINDRÜCKE AUS DEM BACHELORPROJEKT

Studierende fertigen ein elektrisch angetriebenes und elektronisch gesteuertes Longboard an (IBM).
Das E-Longboard im Detail. Antrieb und Steuerung auf der Unterseite des Boards (IBM).
Bachelorprojekt "Green Racing Challenge" (IKW).
© Max Kesberger
Werkstoff aus Wertstoff: Upcycling von Kunststoffabfall. Studierende häckseln Kunststoffdeckel (IMP).

PRAKTIKA

Vorpraktikum

Für den Bachelorstudiengang Optische Technologien: Laser und Photonik musst du ein sogenanntes Vorpraktikum von insgesamt acht Wochen ableisten. Idealerweise hast du es schon vor Studienbeginn gemacht, um ein Grundverständnis für die Studieninhalte zu erwerben und um später nicht in zeitliche Engpässe zu geraten. Wenn nicht, ist das aber nicht schlimm, du kannst das Vorpraktikum auch während des Studiums in der vorlesungsfreien Zeit erfüllen. Erfolgreich abgeschlossen sein muss es zwingend bis zum fünften Semester. Die abzudeckenden Tätigkeitsbereiche sind in der Praktikumsordnung festgelegt.

Als angehende Ingenieurin oder angehender Ingenieur ist es wichtig, Erfahrungen in der Industrie zu sammeln und grundlegende betriebliche Abläufe kennenzulernen. Für ein Vorpraktikum eignen sich kleine und mittlere Unternehmen in der Region Hannover. Das Praktikantenamt der Fakultät für Maschinenbau hilft dir gerne bei Fragen weiter.

Fachpraktikum

Das Fachpraktikum richtet sich im Gegensatz zum Vorpraktikum nicht an Studienanfängerinnen und -anfänger, sondern an Absolventinnen und Absolventen, die kurz vor dem Hochschulabschluss stehen. Es dient dem Erwerb von Erfahrungen in typischen Aufgabenfeldern und Tätigkeitsbereichen in der beruflichen Praxis.

Dementsprechend ist das zwölfwöchige Fachpraktikum durch die Eingliederung der Praktikantinnen und Praktikanten in ein Arbeitsumfeld von Personen in einer Ingenieurtätigkeit oder entsprechender Qualifikation mit überwiegend entwickelndem, planendem oder lenkendem Tätigkeitscharakter gekennzeichnet. Am besten ist ein Praktikumsplatz, bei dem du möglichst weitgehend und aktiv beitragend in das typische Tagesgeschäft des Unternehmens integriert wirst. Ebenso wie beim Vorpraktikum ist das Praktikantenamt deine erste Anlaufstelle wenn du Fragen hast.

TÄTIGKEITSFELDER UND BERUFSMÖGLICHKEITEN

© pexels.com

Als Absolvent*in des Bachelors „Optische Technologien: Laser und Photonik“ bist du bestens vorbereitet, um in der Laser- und Optikbranche arbeiten zu können. Da im Studium bewusst auf eine konkrete Spezialisierung verzichtet wurde, kannst du dich als fundamentale Fachkraft für Optische Technologien betrachten, weil du über ein interdisziplinäres und breit gefächertes Wissen verfügst. Einsatzgebiete für Optische Technologien finden sich in der Medizintechnik, beispielsweise bei Laser-Augen-OPs, in der Automobil-, der Raumfahrt- sowie der Unterhaltungsindustrie und in der Informationstechnologie. Alternativ zum Beruf kannst du auch ein Masterstudium mit anschließender optionaler Promotion aufnehmen.

Masterstudiengänge an der Fakultät für Maschinenbau.

WARUM SOLLTEST DU OPTISCHE TECHNOLOGIEN IN HANNOVER STUDIEREN?

In Hannover sind für den Studiengang Optische Technologien: Laser und Photonik besonders günstige Voraussetzungen gegeben, nicht nur weil sich hier eine besonders enge Zusammenarbeit der grundlegenden Disziplinen erzielen lässt, sondern auch, weil mit dem Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH) eine direkte Schnittstelle zur Industrie besteht, sodass Unternehmen gut in die laufende Forschung und Lehre eingebunden werden können und du als Studierender leichter an die Industrie herangeführt werden kannst.

Darüber hinaus wird an der Leibniz Universität seit mehr als zehn Jahren erfolgreich ein Masterstudiengang Optische Technologien angeboten, welcher hervorragend dafür geeignet ist, deine im Bachelorstudium erworbenen Inhalte zu vertiefen. Neben dem deutsch- sowie englischsprachigen Master Optical Technologies/Optische Technologien steht dir als Absolventin, als Absolvent des Bachelors ebenso der direkte Zugang zum neuen Master Quantum Engineering offen. Umfassende Einblicke in die Forschung kannst du am Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) gewinnen.

Die jüngst gegründete Leibniz School of Optics & Photonics (LSO) ist eine weitere Einrichtung, die nahe legt, dass Hannover innerhalb der nationalen und internationalen Forschungslandschaft ein vorteilhafter Standort ist. Dafür spricht ebenso der Exzellenzcluster PhoenixD, dem mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören, die gemeinsam auf dem Gebiet der Optik und Photonik forschen.

WEITERFÜHRENDE LINKS

KONTAKT

Manmeet Singh
Fachstudienberatung
Fachstudienberatung für Optische Technologien
Adresse
An der Universität 1
30823 Garbsen
Gebäude
Raum
503
Adresse
An der Universität 1
30823 Garbsen
Gebäude
Raum
503